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Ein norwegisches Museum mit einem tragwerksbezogenen Twist
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Ein norwegisches Museum mit einem tragwerksbezogenen Twist

Kistefos | Ramboll Group

Das Museum „The Twist" verbindet ingenieurtechnische und architektonische Innovation und hat mit seiner markanten 90-Grad-Drehung die Grenzen des traditionellen Entwurfs verschoben. Es liegt im malerischen Kistefos-Skulpturenpark inmitten der norwegischen Naturlandschaft und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zwischen dem modernistischen Entwurf des Bauwerks und der umgebenden Landschaft. Das Projekt erforderte eine Kombination aus anspruchsvollen Ingenieurstrategien und IDEA StatiCa Connection, um die tragwerksbezogenen Komplexitäten des Projekts zu realisieren. Das von Rambøll durchgeführte Projekt steht als Zeugnis für die Verbindung von Form und Funktionalität, bei der das Zusammenspiel fortschrittlicher Softwarelösungen und ingenieurtechnischer Kompetenz zur Realisierung eines tragwerksbezogen und ästhetisch anspruchsvollen Projekts geführt hat. Diese Fallstudie beleuchtet die Herausforderungen beim tragwerksbezogenen Entwurf des Projekts sowie die strategische Integration mechanischer Systeme und zeigt die nahtlose Verbindung von Form, Funktion und Nachhaltigkeit.

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Über das Projekt

Das Projektteam stand in einem Gebiet von natürlicher Schönheit vor der Herausforderung, "The Twist" mit minimalen Eingriffen in seine Umgebung zu integrieren. Entwurf und Konstruktion des Bauwerks mussten mit besonderer Rücksicht auf die umgebende Landschaft erfolgen, um die ökologischen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Das Projekt erforderte eine harmonische Verbindung von Kunst, Architektur und Natur.

Im Mittelpunkt des Konzepts des Museums „The Twist" steht eine kühne architektonische Vision: eine einfache rechteckige Struktur, die in ihrer Mitte einer dramatischen 90-Grad-Verdrehung unterzogen wird. Dieses Entwurfsprinzip erforderte eine tiefe Integration von architektonischer Kreativität und tragwerksbezogenem Ingenieurwissen. Rambøll, das Ingenieurbüro hinter diesem ambitionierten Projekt, konzentrierte sich zunächst auf den Entwurf und die Optimierung von Stahlanschlüssen. Mit wachsendem Projektumfang stieg jedoch auch der Bedarf, die IDEA StatiCa Connection-Anwendung für umfassende Tragwerksanalysen und -optimierungen der verdrehten Museumsform einzusetzen.

Die Fähigkeiten von IDEA StatiCa waren für unseren Designprozess von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei der Handhabung der komplexen geometrischen Verbindungen und der Optimierung des strukturellen Designs.

Lars Olaf Møller-Hansen

Lars Olaf Møller-Hansen

Structural Engineer – Ramboll Group

Dänemark

Die Integration von IDEA StatiCa war von Beginn an entscheidend: Sie ermöglichte nicht nur den Entwurf von Verbindungen, sondern auch einen ganzheitlichen Ansatz bei tragwerksbezogenen Herausforderungen. In Kombination mit Tekla Structures und Robot Structural Analysis über die BIM-Integration wurden nicht nur die Entwurfs- und Analyseprozesse optimiert, sondern auch eine kollaborative Plattform für Architekten, Ingenieure und Projektbeteiligte geschaffen, die die technischen Ambitionen und die tragwerksbezogene Machbarkeit des Projekts in einem kohärenten digitalen Rahmen unterstrich.

Ingenieurtechnische Herausforderungen

„The Twist" stellte eine einzigartige Reihe von ingenieurtechnischen Herausforderungen dar, die in erster Linie in seiner markanten Geometrie begründet lagen. Die charakteristische Verdrehung des Projekts erschwerte die Tragwerksplanung erheblich und brachte unkonventionelle Winkel und Lastpfade mit sich, die standardmäßige Ingenieuransätze in Frage stellten. Diese Komplexität erforderte ein Maß an Präzision und Innovation, das herkömmliche Entwurfswerkzeuge nicht bieten konnten. IDEA StatiCa Connection wurde bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unverzichtbar und bot erweiterte Modellierungs- und Analysemöglichkeiten, um die komplexen Geometrien des Projekts zu bewältigen und die Tragwerksintegrität angesichts der unkonventionellen Spannungen und Dehnungen der verdrehten Form zu gewährleisten.

Darüber hinaus stand Rambøll in der Anfangsphase des Projekts vor der Herausforderung, Träger in ungewöhnliche Formen umzuwandeln, um die Verdrehung zu berücksichtigen, was die Tragfähigkeit der Struktur erheblich beeinflusste. Die Möglichkeiten von IDEA StatiCa gingen über den reinen Entwurf von Stahlanschlüssen hinaus und umfassten die Optimierung des gesamten Stahlrahmens sowie zusätzliche Aufgaben in den Bereichen TGA und HLK. Dieser vielschichtige Ansatz bei der Handhabung komplexer geometrischer Verbindungen war entscheidend dafür, dass die Tragwerksplanung mit der architektonischen Vision des Projekts übereinstimmte.

Angesichts der beispiellosen Herausforderungen von "The Twist", einschließlich seiner ikonischen 90-Grad-Struktur, erwies sich IDEA StatiCa als unverzichtbar. Seine Fähigkeit, komplexe Stahlverbindungen effizient zu bemessen und zu optimieren, führte zu erheblichen Material- und Zeiteinsparungen.

Lars Olaf Møller-Hansen

Lars Olaf Møller-Hansen

Structural Engineer – Ramboll Group

Dänemark

Lösungen und Ergebnisse

IDEA StatiCa spielte eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der zahlreichen Projektherausforderungen. Die Geschwindigkeit und die Exportfunktionen aus Tekla Structures waren für einen effizienten Entwurf und die Berechnungen unerlässlich. Die Software ermöglichte es Rambøll, komplexe geometrische Verbindungen zu handhaben, insbesondere für die Stahlkonstruktion. Darüber hinaus erleichterte die Interoperabilität von IDEA StatiCa mit Robot Structural Analysis die nahtlose Integration der Entwürfe. Das Projekt erzielte erhebliche Materialeinsparungen, darunter eine Reduzierung des Stahlgewichts um 30 %, sowie bedeutende Zeiteinsparungen beim Verbindungsentwurf.

Die Zusammenarbeit zwischen IDEA StatiCa, Tekla Structures und Robot Structural Analysis ermöglichte einen nahtlosen Arbeitsablauf und trug wesentlich zum Erfolg des Projekts bei.

Lars Olaf Møller-Hansen

Lars Olaf Møller-Hansen

Structural Engineer – Ramboll Group

Dänemark

Komplexe geometrische Herausforderungen

Das durch seine 90-Grad-Verdrehung gekennzeichnete Museumsdesign brachte unkonventionelle Winkel und Verbindungen mit sich, die bei Standardbauprojekten üblicherweise nicht anzutreffen sind. IDEA StatiCa Connection ermöglichte es den Ingenieuren von Rambøll, diese komplexen geometrischen Verbindungen effizient zu modellieren, zu analysieren und zu optimieren. Die Fähigkeit der Software, nicht standardmäßige Geometrien und Lasten zu verarbeiten, trug direkt zur Entwicklung wirksamer Tragwerkslösungen bei, die die Integrität und die ästhetische Vision des Museums wahrten.

Optimierung von Stahlanschlüssen

Zunächst umfasste der Projektauftrag für Rambøll die Optimierung von Stahlanschlüssen – eine Aufgabe, die sich im Projektverlauf zur vollständigen Tragwerksoptimierung ausweitete. IDEA StatiCa Connection war in dieser Phase maßgeblich beteiligt und ermöglichte es dem Team, verschiedene Entwurfsalternativen schnell zu untersuchen, was letztendlich zu einem Entwurf führte, der sowohl tragwerksbezogen einwandfrei als auch materialeffizient war. Die erweiterten Analysemöglichkeiten der Anwendung stellten sicher, dass jede Verbindung die erforderlichen Anforderungen an Festigkeit, Steifigkeit und Stabilität erfüllte, trotz der unkonventionellen Beanspruchungen durch das verdrehte Design.

Integration mit Tekla Structures und Robot Structural Analysis

Einer der wesentlichen Vorteile der Verwendung von IDEA StatiCa Connection war seine nahtlose Interoperabilität mit anderer Ingenieursoftware, insbesondere Tekla Structures und Robot Structural Analysis. Diese Integration ermöglichte einen optimierten Arbeitsablauf und erlaubte den effizienten Transfer von Modellen und Daten zwischen den Anwendungen. Die Möglichkeit, Funktionen aus Tekla Structures in IDEA StatiCa zu exportieren, sowie die Kompatibilität mit Robot Structural Analysis steigerten die Effizienz des Projekts und ermöglichten schnelle Iterationen und Anpassungen des Entwurfs auf Basis detaillierter Analyseergebnisse.

Material- und Zeiteinsparungen

Der Einsatz von IDEA StatiCa Connection führte zu erheblichen Materialeinsparungen mit einer geschätzten Reduzierung des Stahlgewichts um 30 %. Diese Reduzierung bedeutete nicht nur Kosteneinsparungen, sondern entsprach auch den Nachhaltigkeitszielen durch einen geringeren Ressourcenverbrauch. Darüber hinaus führte die Effizienz der Software beim Entwurf und der Überprüfung von Verbindungen zu erheblichen Zeiteinsparungen und beschleunigte den Projektzeitplan, ohne die Qualität oder Integrität der Tragwerksplanung zu beeinträchtigen.

Innovative Entwurfslösungen

Das Projekt verdeutlichte die Fähigkeit von IDEA StatiCa Connection, innovative Entwurfslösungen zu unterstützen, wie etwa die Einführung dickerer Stegbleche in kritischen Bereichen zur Erhöhung der Verbindungssteifigkeit. Diese Lösung, die durch detaillierte Analysen in IDEA StatiCa erarbeitet wurde, veranschaulichte, wie die Software Anpassungen identifizieren und ermöglichen kann, die mit herkömmlichen Entwurfsmethoden möglicherweise nicht so leicht zu finden wären.

Eine Verbindung von Lage und Funktionalität

Dieses innovative Bauwerk dient nicht nur als Museum, sondern fungiert auch als Brücke über den Fluss Randselva und verbindet so zwei zuvor getrennte Bereiche des Parks. Die strategische Platzierung und das architektonische Design von „The Twist" haben seinen Standort in mehrfacher Hinsicht nachhaltig geprägt.

Durch seine Doppelfunktion als Museum und Brücke hat „The Twist" die Zugänglichkeit und Vernetzung innerhalb des Kistefos Skulpturenparks erheblich verbessert. Besucher können den Park nun problemlos durchqueren und seine verschiedenen Skulpturen und Naturmerkmale erkunden, ohne weite Umwege in Kauf nehmen zu müssen. Diese Doppelfunktionalität hat das Besuchererlebnis grundlegend verändert und den Park zusammenhängender und leichter navigierbar gemacht.

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