Kehlnähte werden nach S16-14 – Kapitel 13 überprüft. Die Tragfähigkeit von Stumpfnähten mit vollständiger Durchschweißung (CJP) wird als gleich dem Grundwerkstoff angenommen und nicht gesondert nachgewiesen.
Kehlnähte
Der Widerstand für direkte Querkraft sowie zug- oder druckinduzierte Querkraft wird nach S16-14 – 13.13.2.2 bemessen. Im Finite-Elemente-Modell wird plastische Umlagerung im Schweißgut berücksichtigt.
wobei:
- ϕw = 0,67 – Widerstandsbeiwert für Schweißgut, im Code-Setup editierbar
- Aw – Fläche der wirksamen Schweißnahtdicke
- Xu – Zugfestigkeit gemäß Elektrodenklassifizierungsnummer
- θ – Winkel der Schweißnahtachse zur Wirkungslinie der aufgebrachten Kraft (z. B. 0° für eine Längsnaht und 90° für eine Quernaht)
- – Abminderungsbeiwert für Kehlnähte mit mehreren Orientierungen; in IDEA gleich 1,0, wobei der Widerstand von Nähten mit mehreren Orientierungen per FEA ermittelt wird und das am stärksten beanspruchte Element maßgebend ist
- θ1 – Orientierung des betrachteten Schweißnahtsegments
- θ2 – Orientierung des Schweißnahtsegments in der Verbindung, das am nächsten an 90° liegt
Tragfähigkeit des Grundwerkstoffs an der Schmelzlinie:
wobei:
- Am = z L – Fläche der Schmelzlinie
- z – Schenkellänge der Schweißnaht
- L – Länge der Schweißnaht
- Fu – charakteristische Zugfestigkeit
Die Schweißnahtdiagramme zeigen die Spannung gemäß folgenden Formeln:
Wenn der Grundwerkstoff deaktiviert ist (passende Elektrode wird verwendet):
Wenn der Grundwerkstoff aktiviert ist (passende Elektrode wird nicht verwendet):

CJP-Stumpfnähte
Die Tragfähigkeit von Stumpfnähten mit vollständiger Durchschweißung (CJP) wird als gleich der des Grundwerkstoffs angenommen.
